Ein Sinn mit vielen Aufgaben

Hören

Die Bedeutung des Hörens

Informations- und Warnfunktion: Das Klingeln des Telefons beispielsweise informiert uns über einen eingehenden Anruf und ein hupendes Auto kann uns davor bewahren, auf die Straße zu laufen, ohne nach rechts und links gesehen zu haben.

Emotionale und soziale Funktion: Durch Sprachmelodie, Tonhöhe und Lautstärke können wir neben den reinen Fakten auch den gefühlsmäßigen Inhalt einer Botschaft erfassen und angemessen darauf reagieren. Wir erkennen beispielsweise, ob etwas ironisch oder ernst gemeint war. Auch Begeisterung, Wohlwollen, Ablehnung oder Zurückhaltung können wir aus dem Gesagten heraushören. 

Orientierung: Ein gesundes Gehör unterstützt die Orientierung im Raum. Auch mit geschlossenen Augen kann man hören, ob man sich in einem kleinen oder großen Raum aufhält. Außerdem können wir die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, und dessen Entfernung wahrnehmen – selbst im Dunklen.


Kommunikation: Wer nicht mehr richtig hört, kann schlechter mit anderen kommunizieren und sich so nicht ausreichend um seine sozialen Kontakte kümmern. Vereinsamung und Isolation können die Folge sein, da es für alle Beteiligten unangenehm wird, wenn einer immer wieder „Wie bitte?“ fragen muss.


Klangwahrnehmung: Klänge können wahrgenommen werden auch ohne Unterstützung durch das Sehen. Wir können die Musiker und ihre Bewegungen mit unserem geistigen Auge wahrnehmen, auch wenn wir das Konzert nicht in der Realität sehen. Voraussetzung für dieses Phänomen ist natürlich, dass wir dieses Bild über das echte Sehen bereits im Großhirn gespeichert haben.


Spracherwerb: Beim Sprechen lernen spielt ein gut funktionierendes Gehör die ausschlaggebende Rolle, denn Sprechen ist Nachahmen des Gehörten. Eine angeborene oder früh erworbene Hörminderung sollte deshalb möglichst frühzeitig erkannt und versorgt werden.


Hören – ein Sinn mit vielen Aufgaben
Hören – ein Sinn mit vielen Aufgaben
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