
Orientierung: Ein gesundes Gehör unterstützt die Orientierung im Raum. Auch mit geschlossenen Augen kann man hören, ob man sich in einem kleinen oder großen Raum aufhält. Außerdem können wir die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, und dessen Entfernung wahrnehmen – selbst im Dunklen.
Kommunikation: Wer nicht mehr richtig hört, kann schlechter mit anderen kommunizieren und sich so nicht ausreichend um seine sozialen Kontakte kümmern. Vereinsamung und Isolation können die Folge sein, da es für alle Beteiligten unangenehm wird, wenn einer immer wieder „Wie bitte?“ fragen muss.
Klangwahrnehmung: Klänge können wahrgenommen werden auch ohne Unterstützung durch das Sehen. Wir können die Musiker und ihre Bewegungen mit unserem geistigen Auge wahrnehmen, auch wenn wir das Konzert nicht in der Realität sehen. Voraussetzung für dieses Phänomen ist natürlich, dass wir dieses Bild über das echte Sehen bereits im Großhirn gespeichert haben.
Spracherwerb: Beim Sprechen lernen spielt ein gut funktionierendes Gehör die ausschlaggebende Rolle, denn Sprechen ist Nachahmen des Gehörten. Eine angeborene oder früh erworbene Hörminderung sollte deshalb möglichst frühzeitig erkannt und versorgt werden.